
Hundemantel:
Mode oder notwendiger Schutz?
Noch immer hält sich hartnäckig der Mythos, dass das Deckhaar eines Hundes ihn vor Kälte schützt – sehr zum Leid vieler Hunde, die dann den ganz Winter über leiden müssen. Das Hundefell schützt?
Das ist so NICHT korrekt.
Denn der eigentliche Wärmeschutz entsteht beim Hund durch:
Unterwolle
Durchblutung
und vor allem durch
eine schützende Fettschicht, die unsere Haushunde überhaupt gar nicht mehr bilden können, denn dazu müssten sie draußen leben. Selbst dann würden sie sich regelmäßig in Ställen bei den Tieren aufwärmen oder andere Wärmequellen suchen.
🧠 Das Problem unserer heutigen Haushunde:
Unsere Hunde leben bei konstant warmen Temperaturen (20–25 °C) – mit Kamin oder Ofenheizung oft sogar 36°C oder mehr bei uns im beheizten Raum und das ist auch gut so. Dadurch:
bildet sich kaum noch eine natürliche Fettschicht
trocknet die Haut schneller aus
geht ein wichtiger Teil des natürlichen Kälteschutzes verloren
Entscheidend ist also nicht die Zahl auf dem Thermometer, sondern die gefühlte (!) Temperatur! Schon ab unter 10 °C – je nach Hundetypus, Alter und Kombination mit:
Regen
Wind
Nässe
fehlender oder geringer Unterwolle
kann es für deinen Hund problematisch werden. Dann ist der Spaziergang keine artgerechte Auslastung, sondern Qual.
Kälte kann schnell zur Gefahr werden – natürlich auch bei unseren Hunden.

Kälte wirkt schneller, als viele denken
Viele denken beim Thema Kälteschutz erst an Minusgrade – dabei beginnt das Problem deutlich früher. Wenn ein Hund aus einer warmen Wohnung direkt in die Kälte tritt, passiert Folgendes:
die Muskulatur zieht sich reflexartig zusammen
Nervenbahnen & Wirbelsäule werden stärker belastet
Organe wie Leber und Nieren liegen ungeschützt
das Risiko für Wirbel- und Gelenkblockaden, Verspannungen & Schmerzen steigt und auch
der Stressfaktor steigt, was wiederholt und dauerhaft erlebt zu chronischen Entzündungen und Krankheiten führen kann
Was anfangs nach „nur kurz frieren“ aussieht,
kann nach 15–20 Minuten bereits gesundheitsgefährlich werden
– im Extremfall sogar lebensbedrohlich.
„An der Leine ziehen“ wird so oft fälschlich als Ungehorsam interpretiert – dabei ist es sehr häufig ein Stress- oder Kältesignal, weil der Hund im Winter zum Beispiel:
sich bewegen will, um Wärme zu erzeugen
schnell zurück in eine geschützte Umgebung möchte
Der Hund zeigt dir, ob er friert
– zum Beispiel durch:
- wimmern
- jaulen
- fiepen
- äußerliche Unruhe
- geduckte Haltung
- sucht Körperkontakt (bei guter Bindung)
- an der Leine ziehen, um sich schneller fortzubewegen oder sich warmzulaufen
- durch Verweigern weiterzugehen
- Rückzug oder im schlimmsten Fall sogar:
- zittern am ganzen Körper!
🧠 Was dabei im Körper passiert:
die Muskulatur zieht sich reflexartig zusammen
Durchblutung nimmt ab
Nervenbahnen, Sehnen & Wirbelsäule werden stärker belastet
lebenswichtige Organe wie Leber und Nieren kühlen schneller aus
🐾 Individuell, aber nicht beliebig
Ja – Hunde sind unterschiedlich:
manche lieben Kälte
andere frieren extrem schnell
Alter, Größe, Gesundheitszustand & Muskelmasse spielen eine große Rolle
anatomisch passend
Achte bitte immer darauf, dass der Hundemantel anatomisch richtig sitzt und dein Hund sich frei bewegen kann.
Meine klare Kaufempfehlung: Hurtta Warum?
anatomisch sehr gut geschnitten
große Größenauswahl – für jeden was dabei
kein Einengen von Schultern oder Rute
verstellbar am Rutenansatz (keine Beklemmung)
wasserdichte Nähte
Reflektoren für maximale Sichtbarkeit
Varianten:
Regenmantel
Windschutz
Wintermantel (bis –25 / –30 °C)
Der Wintermantel von Hurrta speichert die Eigenwärme des Hundes, statt sie entweichen zu lassen, bei bis zu Minus -25°C.
Hurrta Hundemantel bieten einfach alles: Sicherheit, Komfort & Gesundheit – besser geht es kaum.
BEACHTE DEINEM HUND ZULIEBE:
Ab unter 10 °C sollte mindestens ein Wind- und Regenschutz selbstverständlich sein.
Unter 5-8°C – je nach Hundetypus bitte mit leichtem Wärmeschutz.
Die meisten Hundemäntel haben heutzutage ein leichtes Innenfutter.
Zum Erhalt der Körperwärme eignen sich z.B. auch Softshellmäntel.
Jeder Hund braucht früher oder später einen Hundemantel
– nicht, damit der Hund „süß aussieht“, sondern um:
Muskulatur, Sehnen, Bänder und Wirbelkörper sowie
Nieren und andere Organe warm zu halten
Bewegungsfreude zu erhalten
entspanntes Schnüffeln zu ermöglichen
DENN:
Ein Hund, der permanent damit beschäftigt ist, sich warmlaufen zu müssen, um seine Organe und Körperteile sowie sein mentales Wohlbefinden zu schützen, ist nicht artgerecht ausgelastet, sondern gestresst. Stress kann sehr krank machen!
Einfache Faustregel:
Sobald du eine Jacke brauchst, braucht dein Hund meist auch eine.
Wenn dir kalt, nass oder windig ist, gilt das auch für deinen Hund.
Der Schutz darf sich unterscheiden – der Bedarf nicht.
Vergleich für uns Menschen:
T-Shirt, kalter Regen, Wind – auch wir frieren sehr schnell durch (Menschen mit Bluthochdruck sind bei der Bewertung dem Hund zu Liebe ausgeschlossen).
Warum erwarten manche Menschen von ihrem Hund, dass er Kälte, Nässe und Wind einfach aushält?
wissenschaftlich & medizinisch betrachtet
Studien und Fachbeiträge aus der Tierphysiotherapie & Veterinärmedizin bestätigen:
-
Kälte führt zu verminderter Muskel-Elastizität
-
erhöhtes Risiko für Blockaden & Bewegungseinschränkungen
-
kalte, nasse Bedingungen belasten Immunsystem & Organe
Auch renommierte Hundemarken & Fachplattformen (wie z. B. EasyDog, Tierphysio-Verbände) weisen seit Jahren darauf hin:
Hundemäntel sind Schutzkleidung – kein Luxus.
Fazit
Ein Hundemantel ist: kein Modeaccessoire
sondern Gesundheitsvorsorge, Schutz & Verantwortung
Achte auf deinen Hund.
Beobachte ihn.
Und gib ihm den Schutz, den er braucht – angepasst an Temperatur, Wetter & individuelle Bedürfnisse.